Hallo Leute, wie schon berichtet, habe ich leider einen Tag vor dem geplanten Abfahrtstag zur Langzeit Reha Corona bekommen. Das war keine leichte Angelegenheit. Ich hatte am Montagmorgen vor der langen Fahrt noch normal mit den anderen Mitpatienten gefrühstückt und hatte auch alles klar gemacht, damit ich am Dienstag losfahren konnte. Da ich mich etwas komisch gefühlt habe, habe ich mich dann hingelegt so gegen 8:30 Uhr. Na ja, ich wurde dann gegen 11:30 Uhr wach und hätte zur Arztvisite gemusst, dazu kam es aber nicht. Ich hatte auf einmal Schüttelfrost, mir war arschkalt und ich war sehr verschwitzt. Ich ging dann zu einem Krankenpfleger und erzählte ihm wie es mir zu der Zeit ging. Daraufhin wurde sofort ein Coronatest gemacht, der dann leider positiv ausfiel. Der PCR Test bestätigte den normalen Coronatest. Ich dachte nur, das kann doch nicht wahr sein, einen Tag vor Abreise. Mist, nun musste ich die Fahrt zur Klinik Birkenbuck für die Langzeit Reha stornieren und dort Bescheid geben, dass ich erst in Minimum 10 Tagen kommen kann, woraus dann 14 Tage wurden. Die ersten 3 Tage lag ich richtig flach. Ich habe dann täglich Kortison (für die Atmung, entzündungshemmende Wirkung) in die Adern gepumpt bekommen sowie Kochsalzlösung gegen den Flüssigkeitsverlust, Novalgin gegen Fieber und Schmerzen, an das vierte Medikament kann ich mich nicht mehr erinnern.
Das ganze hieß für mich dann Isolation. Mein Zimmernachbar, der auch Corona hatte, konnte früher nach Hause gehen. Ich war dann 11 Tage alleine auf dem Zimmer in völliger Isolation. Ich kann euch sagen, das war wirklich nicht schön. Alle haben Abstand zu mir gehalten. Ich konnte kaum mit jemanden reden, das war so richtig scheiße. Ich hatte ständig die blöde Maske auf, um keinen anzustecken. Ich musste ständig meine Hände desinfizieren, damit ich nicht den Virus auf die Türklinken übertrage. Auch wenn einige Mitpatienten sich mit mir unterhalten haben, mit einem Abstand von ca. 1,5 bzw. 2 Metern, fühlte ich mich allein gelassen. Ich war so froh, dass ich mal mit der Psychologin Frau J. (ich danke ihnen) eine Stunde im Park sprechen konnte, das hat mir dann doch geholfen alles zu überstehen.
Die letzten 3 Tage konnte ich dann ohne Maske verbringen, weil ich dann einen negativen PCR Test hatte. Während dieser Zeit hatte ich Besuch von Claudia (mein Schwesterherz) und Tanja (einer lieben Freundin), die mich aufmunterten und mir Kraft gaben, um die weiteren Schritte zu machen.
Da man in der Klinik Birkenbuck nur dienstags anreisen kann, musste ich insgesamt 11 Tage in Isohaft leben, ha ha ha. Das Leiden hatte ein Ende. Abfahrt war dann am Dienstag den 10.10.2023!
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